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Zur örtlichen Gerichtszuständigkeit bei verspäteten segmentierten Flügen

Nach der bisherigen Judikatur des Europäischen Gerichtshofes ist sowohl der Abflugs- als auch der Ankunftsort zuständigkeitsbegründend. Der Fluggast kann daher seine Ansprüche wegen Flugverspätungen an beiden Orten gerichtlich geltend machen (Ausgleichszahlung nach Art 7 der Fluggastrechte-Verordnung).

Ob dies nicht nur für Direktflüge, sondern auch segmentierte Flüge gilt, ist unklar. Der Gerichtsstand des Ankunftsortes für solche Flüge in Teilstrecken aufgrund einheitlicher Buchungsbestätigung ist unstrittig, ob aber auch am Abflugort geklagt werden kann, ist derzeit vom EuGH noch nicht eindeutig beantwortet.

Dr. Johannes Kirschner