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WAFFEN- UND JAGDRECHT

Als Sportschütze und Jungjäger kenne ich die Probleme dieser Gruppen. Auf dem Land aufgewachsen und nach Absolvierung der Facharbeiterprüfung Landwirtschaft aber auch die der Bauernschaft.

Bei Jagdunfällen oder auch Drohanschuldigungen wird häufig die waffenrechtliche Zuverlässigkeit geprüft oder ein Waffenverbot verhängt. Die Frage der im Waffengesetz nicht klar geregelten “sicheren” Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition wird immer relevanter, auch wenn es um die Erweiterung der Waffenbesitzkarte für Sportschützen und Sammler geht.

Bei Jagd- und Wildschäden sind vor allem kurze Fristen zu beachten, sodass es ratsam ist, möglichst rasch mit allen nötigen Informationen (Pächter, Eigentümer, allfällige Entscheidung der Kommission, Photos, etc.) die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

Nicht nur Jäger, sondern auch jene, die beruflich unmittelbare Befehls- und Zwangsgewalt ausüben, tun sich angesichts der immer strikter werdenden Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes teils schwer, ihren Bedarf für einen Waffenpass darzulegen.

Bei Sach- oder Notwehr(überschreitung) und in Fällen des Waffengebrauchsgesetzes ist Wissen im Bereich der Waffentechnik und Selbstverteidigung unabdingbar. Ich habe von Fällen gehört, wo drei Juristen im Gerichtssaal und der waffentechnische Sachverständige nicht wussten, dass es 12er-Buckshot aus Kunststoff gibt und dass aus einer Flinte nicht nur Schrot verschossen werden kann, sondern auch ein FLG.

Dr. Lorenz Kirschner

Meine Beiträge zum Thema Jagd- und Waffenrecht